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Andrea Postacchini (1781 - 1862),
"Dem Stradivari in der Geigenbaukunst keineswegs unterlegen".
Dies liest man über den Lautenmacher Andrea Postacchini in einem
Druk aus dem Jahre 1862, seinem Todesjahr.
Der internationale Violinistenwettbewerb ist genau nach diesem Andrea
Postacchini benannt, der in Fermo geboren wurde und dot im 18. / 19. Jahrhundert
lebte. Zeit seines Lebens hält man ihn für den "Stradivari
der Marken" und man nennt ihn auch den "Engel der Geigen".
Aus seiner Kunstsammlung sind bis zum heutigen Tag wunderschöne Geigenexemplare,
deren Klang kräftig und samtigweich ist, aber auch Bratschen, Cellos,
Kontrabässe, Gitarren und Bögen erhalten.
Geboren wurde er am 30. November 1781; seine schöpferischen Kreationen
stellte er in einer Werkstatt in der Via delle Vergini Nr. 3 her. Diese
edlen Instrumente zeichneten sich durch die schöne Form und den besonderen
Lack aus, aber vor allem wegen ihres besonderen Klanges: weich, rund aber
gleichzeitig auch kräftig und enteschieden. Diese Eigenart wird von
den Solisten sehr geschätzt, sowohl heute wie auch damals.
Das originaletikett mit dem Postacchini seine sehr begehrten und wertvollen
Instrumente aus den späteren Jahren versehen hat, trägit die
Aufschrift "Andrea Postacchini Firmanus fecit sub titulo S. Raphaelis
Arcang. 18..".
Bei den Instrumenten von Andrea Postacchini, genauso wie bei denen von
Stradivari sind einige Herstellungs-
verfahren unbekannt, die "Geheimnisse", die sie einzigartig
machen. Der Originallack hat einen schönen roten, braunen oder goldgelben
Farbton, welcher auf seinen Instrumenten selbts nach 150 Jahren unverändert
geblieben ist; die Zusammensetzung dieses Lacks hat er allerdings mit
ins Grab genommen.
Carmela Marani, Journalistin.
"Andrea Postacchini " geboren
am 30 November 1781 in Fermo.
Ein Mönch lehrte ihm in jungen Jahren die Grundbegriffe der Geigenbaukunst,
gleichzeitig wurde er ins Priestertum eingeführt. Auf Grund der napoleonischen
Umwälzungen unterbrach er seinen religiösen Werdegang. Im Jahre
1815 war er bereits ein angesehener Erbauer von Saiteninstrumenten. Im
Jahre 1824 signierte er eine seiner Geigen opera n. 214.
In seiner heimischen Werkstatt in Via delle Vergini, in Fermo, kreiierte
er Saiteninstrumente, Gitarren, Bögen und er widmete sich auch der
Restauration. Durch die sorgfältige Auswahl seiner Hölzer, die
Eleganz der Wölbungen und die Feinheit des Lacks, der gewöhnlich
einen goldgelben oder rot-braunen Farbton hatte, charakterisierte er seine
vielfältigen, persönlichen Erzeugnisse. Diese Tatsache verlieh
ihm noch zu Lebzeiten den Ruf eines exzellenten Geigenbauers; seine Instrumente,
die auch auf Grund ihres schönen Klanges sehr begehrt waren, genossen
bald hohes Ansehen und wurden in ganz Europa verkauft.
Die Instrumente, die er am Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn
gefertigt hat, tragen oft die Aufschrift "Andreas Postacchini Firmanus
fecit sub titulo S. Raphaelis Arcang. 18..".
Nach seinem Tod, am 3. Februar 1862, wurde Postacchini als "Stradivari
der Marken" betitelt. Heute zählt man ihn zu den italienischen
Lautenmachern der Klassik aus dem 19. Jahrhundert.
Claudio Giovalè,
Journalist.
Bronzemedaille,
Sie wurde an "Andrea Postacchini und Söhne" von der Kompetenzkommission
vergeben und von der Ordnungskommission der Provinzialaustellung für
Industrie, Landwirtschaft und Kunst, die in Fermo im September 1869
mit 486 Aussteller stattfand, ernannt.
Die Söhne von Andrea Postacchini nahmen an der 8. Klasse für
Industrie und Sondermanufakturen teil - (nach dem 3. Artikel: Feinarbeiten,
Uhren, geometrische und metrische Geräte und Musikinstrumente) -
und sie haben zwei Violinen der Geigenbauer, der im Jahr 1862 gestorben
ist, ausgestellt. Wie man auf dem Katalog der Ausstellung, der noch in
der Stadtbibliothek Fermo "Romolo Spezioli" aufbewahrt wird,
lesen kann, diese waren eine "Nachahmung deren von Antonius Stradiverius".
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